11.01.15, 12:00, irgendwo in der Pampa
Nun sind wir auf dem Weg zurück in die Whitehead Mews, wo wir heute die letzte Nacht verbringen werden. Vici und ich werden wie schon am Freitag im Van von Haus 20 schlafen müssen, weil wir an einem Freitag angekommen sind, deshalb dürfen wir eigentlich nicht bis Montag bleiben.
Am Dienstag sind Vici, Chrissy, Caro, unsere neue Mitbewohnerin Anja und ich nach Napier gefahren, um uns Straßenmusik zu machen. Chrissy hat das auch schon mal in Deutschland gemacht, und da wir uns eh dauernd die Gitarre schnappen und zusammen spielen und singen, hat sich automatisch im Laufe der Zeit ein kleines Repertoire zusammengestellt. Darunter sind zum Beispiel die Lieder "Skyscraper", "The first cut is the deepest", "Have you ever seen the rain", "All of me", "Father and son" und "Halleluhja". Es hat total viel Spaß gemacht und nach einiger Zeit sind auch Leute stehen geblieben, haben uns gefilmt und geklatscht. Erst habe nur ich gesungen und Chrissy hat Gitarre gespielt, aber am Ende haben die anderen auch Lust bekommen und haben sich dazu gestellt und mitgesungen. Wir haben auf diese Weise 27$ verdient!
Donnerstag sind wir alle zusammen zu den "Shine Falls" gefahren, das sind sehr schöne Wasserfälle, zwei Autostunden von Hastings entfernt. Dann muss man, laut Informationsschild, noch zwei Stunde wandern, wir waren aber schon nach einer halben Stunde da. Der Wanderweg führte über Schafsweiden und direkt durch den Urwald (ja, es gibt Urwald in Neuseeland) Beim Wasserfall angekommen (natürlich waren alle Raucher schwer am stöhnen von der Anstrengung) sind wir erstmal im eiskalten Mündungssee baden gegangen und haben dann auf einer Brücke gepicknickt.
Freitag hatten Chrissy, Caro und Juli Arbeit, Vici und ich leider die ganze Woche nicht. Ich habe den Tag damit verbracht ein neues Handy zu suchen, weil mein geliebtes Huawei den Geist aufgegeben hat. Das gestaltete sich allerdings schwieriger als erwartet, weil in Neuseeland eigentlich alle Handys unter 600$ Simlock gesperrt sind, ich hätte also keine deutsche Simkarte in das Handy legen können. Nach langem hin und her habe ich herausgefunden, dass man die Simlock Sperre eines Vodafone Handys für 30$ im Internet entfernen lassen kann. Also kurherhand ein relativ billiges gekauft, versuchtauf der Vodafone Seite zu entsperren, ging nicht. Ich habe mich mit sämtlichen Mitarbeitern des [indischen] Vodafone Callcenters unterhalten, die meistens gesagt haben sie wären nicht dafür zuständig und haben mir dann nochmal genau die Telefonnummer gegeben, unter der ich dort angerufen habe. Samstagmorgen habe ich dann im Vodafone Laden erfahren, dass das Handy nicht im System eingespeichert ist und ich ein neues verlangen sollte. Das hab ich dann auch getan und es hat alles einwandfrei funktioniert. Ich habe es also geschafft unter 100 von Geräten das eine auszusuchen, das einen Schaden hat. Manche Mädchen ziehen böse Jungs an, ich böse Handys.
Nun zu einer etwas interessanteren und erfreulichen Geschichte: unser Campingausflug zu den Hot Springs.
Nachdem wir alle genug Verpflegung eingekauft hatten, ging es los: zwei Stunden lang sind wir durch die unglaublich schöne und unglaublich verlassene Landschaft gefahren. Ich war der glücklichste Mensch auf Erden, weil i h erstens Camping liebe, zweitens mir den Beifahrersitz sichern konnte und drittens die Musik aussuchen durfte. (Es gibt da immer kleine Differenzen weil Chrissy und ich kein Elektro mögen und Vici sich immer aufregt wenn wir Rock hören wollen)
Irgendwann wurde das aber nebensächlich, weil wir vor einem Problem standen: Der "Straße" bestand nur noch aus Kies mit sehr großen Steinen drin, und die Straße wurde immer steiler und kurviger. Unserem Oldtimer Kevin schien das nicht zu gefallen und an einem besonders steilen und steinigen Hang ging plötzlich der Motor aus. Chrissy wollte ihn wiedr starten, aber dafür musste sie ja vom Bremspedal runter und das Auto ist sofort abwärts gerollt, und das bei angezogener Handbremse, es war einfach zu steil u d das Auto zu schwach. Chrissy saß also im Auto fest und durfte den Fuß nicht mehr von der Bremse nehmen. Etwas in Panik sind Vici und ich aus dem Auto raus und haben es von hinten festgehalten, allein hat die Kraft aber nichg gereicht,
letztendlich mussten wir zu acht gegenhalten, und dann ist Kevin glücklicherweise auch wieder angesprungen. Zu dritt wären wir aber wirklich aufgeschmissen gewesen, man hat auch weit und breit keinen Empfang.
Kurze Zeit später sind wir zum Glück angekommen, es waren genau die Hot Springs, wo wir ganz am Anfang mit Alex, Sebi und Ilario waren. Da es schon spät war, haben wir erstmal die Zelte aufgebaut, damit wir es nicht später im Dunkeln hätten machen müssen. Wir haben einen schönen Platz abseits von den anderen Campern gefunden (es war ein kostenloser Campingplatz), mitten in der Natur.
Dann haben wir gegrillt und sind anschließend zu den Hot Pools gegangen. Im völlig Dunkeln war es sogar noch cooler als beim ersten Mal, und danach sind wir in völliger Tiefenentspannung durch das heiße Wasser wieder zum Zeltplatz zurückgekehrt. Dort haben wir noch ein bisschen zusammen gesessen und über die vielen Dinge geredet, die wir alle zusammen erlebt haben, aber auch was uns noch bevorsteht. Über uns hat sich der unglaublichste Sternenhimmel ausgebreitet, den die Welt je gesehen hat. Aber leider konnten wir zwischen den ganzen Zelten kein Feuer machen, sodass es ziemlich schnell ziemlich kalt wurde und wir schlafen gegangen sind. Unser Zelt, wir haben es Ralf genannt, ist winzig, wir haben gerade so zu dritt reingepasst. Letztendlich haben wir dann eh nicht lange geschlafen, weil wir nachts noch lange rumgekichert und geredet haben und es dann am nächsten Morgen um 9 schon so heiß im Zelt war, dass wir es nicht mehr aushalten konnten.
Nach dem Frühstück waren wir im Fluss baden, der angenehm kühl war.
Morgen um 10 fahren wir los, zuerst geht es nach Taupo. Dort besichtigen wir die Hukafalls und am Dienstag mache ich über Lake Taupo einen Skydive! Danach fahren wir nach Rotorua, wo wir die Quellen und Geysire angucken und raften gehen. Anschließend machen wir eine "Maoriexperience", fahren nach Hobbitton und zelten ein paar Tage auf der Cormandel Halbinsel. Wir haben noch mehr Stationen, aber ich hab nicht mehr alle im Kopf. Aber über meinen Geburtstag geht es auf jeden Fall auf die Cookinseln.
Mal sehen wie ich in den nächsten Wochen mit dem Bloggen hinterher komme, sicherlich werden wir viel zu viel erleben um alles aufzuschreiben. Ich bin schon sehr gespannt! !
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