22.01.15, 16:14, Ruakaka (Uretiti Beach Camp)
Wir liegen zu dritt im Zelt, das nach vorne hin komplett offen ist, damit die Luft nicht so stickig wird, und wir den Ausblick genießen können. Es ist jetzt ein bisschen kühler geworden und der Himmel ist immer noch stark bewölkt, vorhin hat es schon geregnet. Auch dieser Campingplatz liegt direkt am Meer, und wir hören das Rauschen, auch wenn wir es nicht sehen können. Dieser Campingplatz ist relativ voll, aber auf einem riesigen Gelände. Außerdem handelt es sich nicht um eine platte Wiese, sondern ein hügeliges Gelände, mit vielen verborgenen Winkeln, Bäumen und Büschen, sodass wir die anderen Camper nicht sehen. Vorhin bin ich einige Stunden am Strand spazieren gegangen, es sieht dort exakt aus, wie in Dänemark, mit dem breiten Sandstrand und den bewachsenen Dünen, durch die schmale Wege führen. Der Unterschied ist, dass hier überall riesige Muscheln liegen, und dass man nur sehr selten auf Menschen trifft. Vici und ich waren auch kurz baden, das Meer ist wärmer als die Luft, aber die Wellen sind sehr hoch.
Nun liegen wir hier gemütlich eingekuschelt und lesen, hier drin sind wir vor dem starkem Wind geschützt. Auf dem Campingplatz gibt es nur kalte Duschen, Plumsklos und Trinkwasser, aber wir sind ja ausgestattet. Morgen früh geht es schon weiter, wir umrunden die nördlichste Spitze einmal und verbringen dabei jede Nacht auf einem anderen Campingplatz.
23.01.15, 20:56, Kerikeri
Wieder woanders! Kerikeri ist eine total niedliche Stadt, die wir nach unserer Ankunft heute Mittag erstmal erkundet haben. In einem der kleinen Ramschläden habe ich mir (als Vorbereitung für die Cook Islands) Schnorchel, Taucherbrille und Flossen zugelegt. Danach waren wir im Restaurant neben unserem Holiday Park einen sehr leckeren Cocktail trinken.
Im Holidaypark gibt es nun wieder eine Küche, Aufenthaltsraum, Steckdosen und alles was man sonst so braucht, wir zelten aber trotzdem. Der Bereich, der für Zelte reserviert ist liegt direkt an einem schmalen Fluss, und direkt auf der anderen Seite beginnt der Urwald.Man kann über eine Brücke dorthin gelangen, ein kleiner Pfad führt mitten durch den Dschungel. Ich bin ihm ein kleines Stück gefolgt (leider Barfuß...Dornen...) und habe viele unbekannte, aber auch bekannte Pflanzen gesehen (Brombeeren..lecker!). Im Fluss kann man auch baden. Morgen früh geht es zum Cape Reinga, in der völligen Abgeschiedenheit (weit und breit nicht mal Einkaufsmöglichkeiten) bleiben ewir dann drei Nächte.
26.01.15, 19:01, Cape Reinga (Taputaputa Bay)
Die Nacht in Kerikeri war sehr unruhig: Aus dem Urwald kamen unheimlich laute Geräusche (hat sich sehr nach Schweinen angehört) und im Zelt ist es sehr kalt und feucht geworden. Wir waren am nächsten Morgen mehr als froh über die heiße Dusche. Hier am Cape Reinga haben wir diesen Luxus nicht. Aber dafür sind wir wieder direkt am Meer. Gestern sind wir zum tatsächlichen Cape Reinga gefahren, der nördlichsten Spitze Neuseelands. Nach Maori Sage werden dort die Seelen der Verstorbenen verabschiedet und gen Himmel gesandt. Leider ist die Stelle voller Touristen gewesen, und man konnte auch nicht ganz nach vorne laufen. Schön war es aber trotzdem. Den restlichen Tag haben wir im Meer gebadet, hier gibt es die höchsten Wellen, die ich je gesehen habe. Heute waren wir Sandboarden.Es gibt hier nämlich riesige Sanddünen, es sieht aus als wäre man in der Wüste. Und am Fuß dieser Dünen kann man sich bestimmte Bretter ausleihen, so ähnlich wie Surfbrett er. Damit muss man dann leider die ganze Düne hochkraxeln, die heftigste Steigung die wir bisher erklommen hhaben. Oben angekommen legt man sich auf das Brett und saust die 40 Meter hohe Düne hinunter, in einem Tempo, das iCH dachte ich überschlage mich gleich. Macht unheimlich Spaß, aber da wir uns zu dritt ein Sandboard gemietet haben, mussten wir es immer wenn wir runter gefahren sind wieder für den nächsten nach oben bringen, deshalb bin ich nur einmal gefahren, die Steigung war mir zu anstrengend.
Letzte Nacht haben wir mal wieder ein kleines Abenteuer erlebt: Mitten in der Nacht hat Vici etwas draußen gehört und mich geweckt: Wir hatten unser Essen (in Plastiktüten verpackt) draußen stehen gelassen, direkt vorm Zelt. Dort hat Vici es rascheln gehört, mit ihrer Taschenlampe zu der Stelle beleuchtet und einem etwa hundegroßen Tier entegegengeblivkt, der Schnauze nach zu urteilen ein Schwein. Dann war es aber auch schon wieder zwischen den Büschen verschwunden (direkt zum Meer hin) und zwar mit einer der Essenstüten. Wir habenuns total erschrocken und ich bin ganz schnell nach draußen um die verbleibenden Tüten ins Zelt zu holen. Die ganze Nacht haben wir auf Geräusche gelauscht, es war total gruselig. Am nächsten Morgen bin ich durch die schmale Düne gelaufen und hab die Tüte tatsächlich gefunden: Kekse, Toastbrot und eine Milch waren komplett aufgefressen, obwohl alles noch ungeöffnet war vorher. Tomatensoße und Müsli wurde zum Glück nur etwas besabbert, also die Verpackung. In der Düne sieht man immer noch am niederrgetrampelten Gras, dass dort etwas ziemlich großes lag.
Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich unsere letzte Nacht hier im Auto verbringen.
30.01.15, 16:36, Auckland
Nun sind wir auf einem Campingplatz in Auckland, ganz in der Nähe des Flughafens. Morgen geht es schon los! Alles unwichtige haben wir schon aus unseren Rucksäcken rausgesucht, das bleibt dann im Auto.
Gestern, auf dem Campingplatz in Ruakaka hat es schon morgens angefangen zu regnen, also sind wir in die Stadt gefahren und haben uns in ein Café gesetzt. Die Leute dort kannten sich alle und waren ganz nett, sie haben uns erzählt, dass es dort Glühwürmchen Höhlen gibt, wo man umsonst rein kann. Wir sind natürlich hingefahren und haben uns hinterher geändert, dass wir in Waitomo 45$ für das bezahlt haben, was es in den Waipu Caves umsonst gibt, und sogar noch besser. Dort ist nichts ausgeschildert oder beleuchtet, wir mussten Taschenlampen mitnehmen weil es stockdunkel war. An einigen Stellen mussten wir sogar durchs köchelt Wasser laufen. Die Glühwürmchen waren wieder total schön, aber leider war auch eine große Familie mit vielen kleinen Kindern da, die ziemlich laut waren und immer die Taschenlampen angemacht haben.
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